01.10

Am 15. Oktober um 18.30 Uhr laden wir Sie zusammen mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa zu einem Treffen in der Reihe OP_Talks mit dem Titel ein "Unsichtbar? Minderheiten sowie nationale und ethnische Gemeinschaften zwischen Breslau und Berlin".

OP_Talks | Die Unsichtbaren? Nationale Minderheitenund Communities zwischen Breslau und Berlin

Ort: Salon Herz, OP ENHEIM
Programm:
• „Wie man unsichtbar und dann wieder sichtbar wird? Polinnen und Polen in Deutschland, eine komplizierte Geschichte“ – Kurzvortrag von Prof. Dr. Oliver Loew, Deutsches Polen-Institut, Darmstadt.
• Anschließend Diskussion mit Małgorzata Chilkiewicz (Stiftung Kalejdoskop Kultur), BognaKoreng (MDR-Studio Bautzen), Prof. Dr. Peter Oliver Loew (Deutsches Polen-Institut, Darmstadt)und ArtemZozulia (Stiftung Ukraina).
• Der Eintritt ist frei. Um Anmeldungen wird gebeten unter: visit@openheim.org.
• Begrenzung der Plätze: 15.
• Die Veranstaltung wird dank der Zusammenarbeit mit WroFoto live übersetzt und übertragen.

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Seit eh und je ist die sprachliche und konfessionelle Vielfalt ein Markenzeichen Breslaus. Um 1900 galt die Stadt als wichtiges Zentrum der Ansiedlung für deutsche, polnische und jüdische Migrantinnen und Migranten, was zu einer einmaligen kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Blüte führte. Der Zweite Weltkrieg setzte dieser Entwicklung ein jähes Ende. Um Minderheitenkonflikte in Zukunft zu vermeiden, wurde im Nachkriegspolen ein ethnisch homogener Nationalstaat eingerichtet und mittels Zwangsumsiedlung und Assimilation durchgesetzt. Erst seit 1989 dürfen sich Minderheiten in Polen organisieren. Seit 1997 sind ihre Rechte in der Verfassung verankert. Breslau gilt heute wieder als eine offene und tolerante Stadt, die Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Sprache anzieht. Es knüpft damit quasi an seine multikulturelle Vergangenheit an.

Die Veranstaltung möchte die Lebenswelten der deutschen und ukrainischen Minderheit und Community in Breslau, ihre Rolle in der Mehrheitsgesellschaft und ihre Präsenz im öffentlichen Diskurs thematisieren. Dabei wird auch ein Blick über die Grenze geworfen – zu den in Deutschland lebenden Polen und Sorben.

Das Projekt wird von der Wrocław Commune im Rahmen der "Wrocław Strategy for Intercultural Dialogue" 2018-2022 / www.wroclaw.pl kofinanziert.

Eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung OP ENHEIM und desDeutsches Kulturforum östliches Europa.