{"id":948,"date":"2018-09-06T11:47:27","date_gmt":"2018-09-06T09:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/openheim.org\/pl\/aktualnosci\/znamy-szczegoly-inauguracji-programu-op-enheim\/"},"modified":"2020-05-06T17:40:50","modified_gmt":"2020-05-06T15:40:50","slug":"znamy-szczegoly-inauguracji-programu-op-enheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/openheim.org\/de\/aktualnosci\/znamy-szczegoly-inauguracji-programu-op-enheim\/","title":{"rendered":"Miros\u0142aw Ba\u0142ka in OP ENHEIM. Er\u00f6ffnung eines neuen Kulturzentrums in Wroc\u0142aw"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1>Die Ausstellung 1\/1\/1\/1\/1, die in Zusammenarbeit zwischen der preisgekr\u00f6nten polnischen Kunstkuratorin Anda Rottenberg und dem hervorragenden K\u00fcnstler Miros\u0142aw Ba\u0142ka entstand, er\u00f6ffnet das Kunstprogramm von OP ENHEIM, einem neuen Kulturzentrum im Herzen Breslaus, das seinen Sitz in einem historischen Haus am Plac Solny\/Salzmarkt hat. Im Zusammenhang damit finden dort am 19. und 20. Oktober auch ein K\u00fcnstlertreffen, ein kulturwissenschaftlicher Vortrag von Dr. Piotr J. Fere\u0144ski und ein Konzert von Jasmine Guffond statt.<\/h1>\n<\/p>\n<h1><b>Ein neues Kulturzentrum in Wroc\u0142aw\/Breslau<\/b><\/h1>\n<p>OP ENHEIM besteht aus einer Kunstgalerie im ersten Stock des historischen Hauses und aus dem Salon Herz, der sich im sch\u00f6nen Dachgeschoss mit Terrasse und Blick \u00fcber die D\u00e4cher der Altstadt befindet und Ort diverser Kulturveranstaltungen wie Lesungen, K\u00fcnstlerabende und Konzerte ist. \u201eDas Ziel unserer Stiftung ist Kunstf\u00f6rderung durch Entwicklung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen in Breslau, Berlin und anderen europ\u00e4ischen St\u00e4dten\u201d, sagt die Kunstdirektorin Kama Wr\u00f3bel. \u201eWir sind an Projekten interessiert, die auf eine engagierte, undurchschnittliche Weise zum Kommentieren der uns umgebenden Wirklichkeit bewegen. Dabei richtet OP ENHEIM sein besonderes Augenmerk auf die Dynamik der sich vollziehenden identit\u00e4tsbezogenen, kulturellen und historischen Wandlungen, was auch in unserer Er\u00f6ffnungsausstellung von Miros\u0142aw Ba\u0142ka zum Ausdruck kommt. Seine Kunst kn\u00fcpft an die Geschichte des ehemaligen Oppenheim-Hauses und seiner Bewohner an.\u201d<\/p>\n<p>\u2013 Das barocke Geb\u00e4ude am Breslauer Salzmarkt hat eine lange Geschichte. Ihr neues Kapitel beginnt heute in den leeren R\u00e4umen der repr\u00e4sentativen, ersten Etage, deren wei\u00dfe W\u00e4nde mit gelbem, glitzerndem Gas in zerbrechlichen Neonr\u00f6hren t\u00e4towiert wurden. Die Komposition von Miros\u0142aw Ba\u0142ka als Er\u00f6ffnungsausstellung der Kunstgalerie OP ENHEIM hat einen sehr besonderen Charakter. Sie besteht aus vier Neoninstallationen, die sich in das Wort \u201eHeimat\u201d auf Polnisch, Deutsch, Hebr\u00e4isch und Lateinisch f\u00fcgen. In jeder Sprache hat der Begriff einen anderen Klang. Dadurch wird das Konzept eines Einzelnen innerhalb einer Vielfalt widerspiegelt: es sind in visueller Hinsicht vier unterschiedliche W\u00f6rter, die sich bei ihrer identischen Bedeutung durch ihre Aussage unterscheiden. Die Bewohner dieses Hauses konnten doch im Wandel der Jahrhunderte den Begriff der Heimat unterschiedlich gesehen haben. Und diese unterschiedlichen Schattierungen des Begriffs fanden ihren Ausdruck in den von ihnen gesprochenen Sprachen \u2013 schreibt in ihrem Kommentar Anda Rottenberg, die Kuratorin der Ausstellung. Die Vernissage findet am 19. Oktober um 18:30 Uhr statt.<\/p>\n<\/p>\n<h1><b>Begegnung mit Kunst im Salon Herz<\/b><\/h1>\n<p>Am Samstag, dem 20. Oktober, l\u00e4dt OP ENHEIM ins Dachgeschoss des Hauses am Salzmarkt ein. Im dortigen Salon Herz finden ausstellungsbegleitende Veranstaltungen statt: darunter ein K\u00fcnstlertreffen mit Teilnahme von Miros\u0142aw Ba\u0142ka und Anda Rottenberg sowie ein Vortrag des Kunstwissenschaftlers Dr. Piotr Jakub Fere\u0144ski zum Thema \u201eStaat und Stadt als Raum von Begegnungen und Spaltungen. Botschaft der Kunstwerke von Miros\u0142aw Ba\u0142ka\u201d. Die Vorlesung soll Anlass zum Nachdenken dar\u00fcber werden, ob die Kunst \u00fcber gen\u00fcgend Elan und Gewicht verf\u00fcgt, um Lautlosigkeit, Vergessenheit, Gleichg\u00fcltigkeit zu \u00fcberwinden, und auch ob die Mittel des k\u00fcnstlerischen Ausdrucks sich als Werkzeuge in einer Kampagne gegen allerlei Ausgrenzung, Marginalisierung, symbolische Gewalt, Repressionen bew\u00e4hren k\u00f6nnen. Diese \u00dcberlegungen finden ihr Finale in einem Konzert, das die feierliche Er\u00f6ffnung von OP ENHEIM kr\u00f6nt. Die in Berlin residierende Tonk\u00fcnstlerin und Komponistin Jasmine Guffond wird ihr Sonderprojekt, das durch die Ausstellung von Miros\u0142aw Ba\u0142ka inspiriert wurde, pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<\/p>\n<h1><b>Die Geschichte des Hauses<\/b><\/h1>\n<p>Das Haus am Salzmarkt 4, in dem die Er\u00f6ffnungsausstellung von OP ENHEIM stattfindet, ist ein besonderer Ort. Es geh\u00f6rt zu den wenigen Bauten innerhalb der Breslauer Altstadt, die die Bombardierungen w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe um Festung Breslau unbesch\u00e4digt \u00fcberstanden haben. Seine Geschichte geht bis ins 13. Jahrhundert zur\u00fcck. Ab 1810, als das Haus zum Besitz des Bankiers Heymann Oppenheim wurde, fungierte es als Bank und zugleich als Familienresidenz der Oppenheims. Sp\u00e4ter war es ein wichtiges Wohlfahrtszentrum der Breslauer j\u00fcdischen Gemeinde. \u00dcber 40 Jahre lang befand sich im Erdgeschoss des Hauses das ber\u00fchmte Schuhgesch\u00e4ft der Familie Herz, das seine Waren auch weltweit verschickte. Der Zweite Weltkrieg setzte eine traurige Z\u00e4sur im Leben der Hausbewohner. Eine Chance, ein neues Kapitel in seiner Geschichte zu schreiben, tauchte erst 2013 auf, als \u201edas Gr\u00fcne Haus\u201d am Plac Solny in die H\u00e4nde der Stiftung OP ENHEIM \u00fcberging. Anschlie\u00dfend begann ein mehrj\u00e4hriger, sorgf\u00e4ltiger Sanierungs- und Restaurierungsprozess. Die charakteristische, gr\u00fcne Fassade aus den Neunzigerjahren des 20. Jahrhunderts wurde anhand von historischen Referenzobjekten restauriert und mit dem barocken Stil des Hauses farblich abgestimmt. Wohlerhalten blieben auch die aus unterschiedlichen Epochen stammenden Fragmente der Freskos im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Stock. Die polychromen Malereien k\u00f6nnen tags\u00fcber im Inneren des Restaurants \u201eFuzja na Solnym\u201c bewundert werden. Die in den Jahren 2013-2018 durchgef\u00fchrte Sanierung gilt als eins der besten Beispiele derartiger Ma\u00dfnahmen und als erfolgreiches Restaurierungsvorbild.<\/p>\n<\/p>\n<h1><b>Das zweite Leben des Oppenheim-Hauses<\/b><\/h1>\n<p>In den R\u00e4umlichkeiten des historischen Oppenheim-Hauses hat nicht nur die Stiftung OP ENHEIM ihren Sitz, sondern auch ihre Partner: Krzy\u017cowa Music, Europa-Forum (Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis), Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz. In dem Geb\u00e4ude befindet sich auch eine Wohnung f\u00fcr Residenzk\u00fcnstler, deren T\u00e4tigkeit \u2013 parallel zu den von der Stiftung pr\u00e4sentierten Werken \u2013 das k\u00fcnstlerische Programm von OP ENHEIM bereichern wird, w\u00e4hrend f\u00fcr Gaumenfreude zwei besondere Lokale im Erdgeschoss \u2013 das Restaurant Fuzja na Solnym und das Bema Caf\u00e9 \u2013 sorgen sollen. Dank der Pr\u00e4senz all dieser Akteure und dank kulturell-k\u00fcnstlerischer Aktivit\u00e4ten f\u00e4ngt das Oppenheim-Haus wieder an, vor Leben zu pulsieren.<\/p>\n<\/p>\n<p>F\u00fcr alle ausstellungbegleitenden Veranstaltungen gilt freier Eintritt. Besucherzahl ist beschr\u00e4nkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Ausstellung 1\/1\/1\/1\/1, die in Zusammenarbeit zwischen der preisgekr\u00f6nten polnischen Kunstkuratorin Anda Rottenberg und dem hervorragenden K\u00fcnstler Miros\u0142aw Ba\u0142ka entstand, er\u00f6ffnet das Kunstprogramm von OP ENHEIM. Im Zusammenhang damit finden dort am 19. und 20. Oktober auch ein K\u00fcnstlertreffen, ein kulturwissenschaftlicher Vortrag von Dr. Piotr J. 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