13.03—10.05.2026
Beginn um 18:00
Ende um 18:00
WYSTAWA | „Inkantacje” / Mateusz Gromadzki
Do 10 maja 2026 roku w OP ENHEIM można oglądać wystawę Mateusza Gromadzkiego, laureata Grand Prix OP_YOUNG #5. Prezentowana ekspozycja stanowi jedną z nagród przyznanych artyście.
Kuratorin: 𝐏𝐚𝐮𝐥𝐢𝐧𝐚 𝐁𝐫𝐞𝐥𝐢𝐧́𝐬𝐤𝐚-𝐆𝐚𝐫𝐬𝐳𝐭𝐤𝐚
Galerie OP ENHEIM, Plac Solny 4, Wrocław
Ausstellungsdauer: 13.03-10.05.2026
Die Ausstellung Inkantacje (Inkantationen/Anrufungen) speist sich aus der persönlichen Biografie des Künstlers, die zum Instrument wird, um den breiteren Zustand des heutigen Subjekts zu beschreiben – eines Subjekts, das in einer Welt permanenten Spannungszustands funktioniert. Der Künstler greift auf magische und volkskulturelle Praktiken zurück – als lebendiges Reservoir von Strategien des Überlebens. Seine Kunst übernimmt die Funktion eines intimen Rituals, tief in der künstlerischen Praxis verwurzelt. Der Ausstellungsraum wirkt wie eine Inkantation: ein wiederholbarer Gestus, der Versuch, auf die Realität einzuwirken – selbst wenn seine Wirksamkeit weder unmittelbar noch messbar ist.
Aus dem Bewusstsein von Ohnmacht und zugleich dem Bedürfnis zu handeln entsteht die Stimmung dieser Schau, die aus Objekten besteht, die in einer eigens entwickelten Technik gefertigt wurden. Die in diesem Prozess entstehenden Arbeiten werden zu autonomen Wesen – zusammengesetzt sowohl aus lebendigen Fragmenten als auch aus Überresten. So eröffnet die Kunst einen geschützten Raum für die Konfrontation mit dem Verdrängten. Wie der Künstler betont, ist es ein Abstieg in eine mentale Krypta, in der sich Angst, Erschöpfung und Hilflosigkeit verdichten – und in der dennoch die Möglichkeit bleibt, Leben zu entfachen.
Im Hintergrund dieser Erzählung steht die Erfahrung kollektiver Verdrängung, verflochten mit einem Gefühl der Machtlosigkeit. Der Künstler ruft das Bild eines Eisbergs auf, der über die Oberfläche auftaucht und erstarrt, während die Zeit vom monotonen Klang fallender Tropfen getaktet wird. Es ist eine Metapher für einen Zustand des Stillstands, in dem das Bewusstsein für die Krise nicht ins Handeln führt, sondern zu einer chronischen Belastung von Körper und Psyche. Die öko-magischen Strategien, die in den Arbeiten erscheinen, dienen weder der Ästhetisierung der Katastrophe noch einem „Lachen unter Tränen“. Sie sind der Versuch, in einer Welt ohne einfache Lösungen Atem zu finden. Die Überführung magischer Praktiken in das Feld der Gegenwartskunst wird hier als Form der Selbstermutigung gelesen. Der Künstler ist sich bewusst, dass diese Handlungen keine direkte Übersetzung in die Realität haben – ihre Wirkung kann sich allenfalls in der emotionalen Sphäre entfalten. Die titelgebende Inkantation/Anrufung ist zugleich Beschwörung und Entzauberung der Wirklichkeit.
Ein zentraler Strang der Ausstellung ist die Frage nach Wegen, Gleichgewicht zurückzugewinnen. Der Künstler erkundet Zonen zwischen Körper und Geist und einer überlasteten, gemeinsamen Alltäglichkeit. Inkantationen schlagen ein erweitertes Verständnis von Wohlbefinden vor: Es ist kein individueller Zustand, sondern entsteht aus Wechselbeziehungen. Die Begegnung mit Materie – pflanzlicher, tierischer, mineralischer – wird in dieser Ausstellung zum Maß unserer zivilisatorischen Reife und zur Frage nach der Zukunft der Spezies.
Der Künstler richtet mit seiner Ausstellung an das Publikum die Frage: Was ist von dem Verständnis von Spiritualität und Ritualen früherer Generationen heute noch geblieben?
Paulina Brelińska-Garsztka
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Veranstalter: OP ENHEIM, VOP
Mäzen: GENTZ
Ehrenmäzen: WOMAK Holding
Partner: OPEN Reklama Oksana Solnik-Krzyżanowska, Heinle, Wischer und Partner Architekci, KEIM
Medienpartner: Magazyn SZUM, Notes Na 6 Tygodni, Pismo Artystyczne Format, Radio LUZ, Presto, Artinfo.pl